Museum DasMaximum
Mehr als 2.500 qm Spitzenwerke internationaler zeitgenössischer Kunst
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In Traunreut am Chiemsee öffnete vor Kurzem ein Museum ersten Ranges seine Türen. Die von Heiner Friedrich, einem der einflussreichsten Galeristen der 1960er und 1970er Jahre, ins leben gerufene Stiftung DasMaximum mehr als 2.500 Quadratmetern Spitzenwerke internationaler zeitgenössischer Kunst.
Um nur ein paar namen der weltbekannten Künstler zu nennen, die hier vertreten sind: Georg Baselitz, Andy Warhol, John Chamberlain. Hier, das ist nicht Paris, London, New York oder München. hier, das ist die Kleinstadt Traunreut zwischen München und Salzburg, wo seit Juli 2011 zeitgenössische Kunstwerke präsentiert werden, die dem Betrachter in ihrer großzügigen Präsentation schier den Atem rauben. „Das, was gezeigt wird, gehört zu den spitzen der Weltkünstler“, sagt Museumsleiterin Dr. Birgit Löffler stolz. „Und innerhalb der Werke dieser Künstler gehört es wiederum zu den Spitzen. Denn es sind keine kleinen Werke. Es sind große Werk-Komplexe. und damit schöpft man natürlich aus dem Vollen.“ Hinter all dem steht ein Sohn der Stadt: Heiner Friedrich, seines Zeichens Galerist und Sohn des Alzmetall-Gründers Harald Friedrich, der in den 1950er Jahren auf dem mitten in der Stadt gelegenen Museumsgelände den legendären Kunstoff-Kleinwagen „Spatz“ und Bohrmaschinen produzierte. Bereits in den 1960er Jahren führte Heiner Friedrich zusammen mit Franz Dahlem eine Galerie in München und brachte mit Cy Twombly und Dan Flavin damals noch völlig unbekannte amerikanische Künstler an die Isar. Auch Sigmar Polke, Donald Judd und Joseph Beuys wurden in der Maximilianstraße 15 ausgestellt und sorgten in der – zumindest in Sachen Kunstverständnis - provinziellen Landeshauptstadt mit bahnbrechenden Werken für Furore, die bis dahin nur in der damaligen Weltkunsthauptstadt New York zu sehen waren.
Diese Provinzialität war es auch, die Friedrich nach New York auswandern ließ, wo er 1974 zusammen mit der Kunsthistorikerin Helen Winkler und seiner späteren Frau Philippa de Menil, einer Erbin von Ölmilliardären aus Texas, die Dia Art Foundation gründete. Deren Ziel war die Förderung von extravaganten Kunst-Projekten, die wegen ihrer Größe keine Chance auf finanzielle Unterstützung hatten. Allein die Verwirklichung von „Lightning Fields“ von Walter de Maria, ein 44 Quadratkilometer großes Hochplateau in New Mexico, wo man während abendlicher Gewitter beobachten kann, wie Blitze in die 400 vom Künstler aufgestellten Stahlpfähle einschlagen, verschlang Millionen. „In New York konnte Heiner Friedrich auf einmal alles realisieren, was er in München und Deutschland immer wieder versucht hatte“, sagt Birgit Löffler. „Dabei ging es ihm immer darum, diejenigen Künstler, die er für gut befand, so gut wie möglich zu unterstützen. Zudem ist es ihm eine Herzensangelegenheit, seine Lieblingswerke dauerhaft zugänglich zu machen. Deshalb soll die Auswahl an Arbeiten in den Traunreuter Museumshallen mindestens drei Jahre so bleiben.“ Kein Wunder also, dass Friedrich dort acht Künstler ausstellt, die schon seit Beginn seiner Laufbahn zu seinen engsten Weggefährten gehören. Neben dem Beuys-Schüler Imi Knoebel, Uwe Lausen, Georg Baselitz und Maria Zerres sind dies Andy Warhol, den Friedrich bereits in den 1960er Jahren kennengelernt hat, Walter de Maria, John Chamberlain und Dan Flavin. „Wobei im Maximum, das als Tageslichtmuseum konzipiert ist, fast jeder Künstler einen Saal für sich hat“, erklärt Löffler. Und weist darauf hin, dass Friedrich ganz bewusst auf jede Werkangabe verzichtet habe, „damit den Betrachter nichts von der Kunst ablenkt“.
