| Print-Ausgabe: Munich Fashion & Lifestyle no.5
Kolumne Prof. Dr. Jo Groebel
Entspannte Selbstverständlichkeit
Auf dem Marienplatz, am Brandenburger Tor die Feuerwerke
zur Silvesternacht: 2012 klingt für manchen nach
Weltuntergang, frei nach Roland Emmerichs Interpretation
des Maya-Kalenders. Doch haben wir schon andere Prophezeiungen
gut überlebt, Nostradamus und Co. lassen
grüßen.
Blicken wir doch lieber optimistisch in die Zukunft, trotz Griechenland-Fall, trotz moderner Ungewissheiten. Erst recht die Metropolenbewohner Bayerns und Preußens wissen auch solche Phasen kreativ umzusetzen. Da assoziiert ein Tom Ford mit seiner Mode, präsentiert für Herren in Berlin und für Damen in München, genial die unruhige Zeit der frühen 1930er. Anzüge und Kostüme wie elegante Wappnung gegen jede Wirrung. Atemberaubend! Doch Geschichte wiederholt sich nicht. Daher plädiere ich für die Inspiration durch Krise, nicht für die Krise selbst. Also nur positive Prognosen: Unsere großen Städte werden 2012 neue Höhepunkte erleben. Auch weil Kunst, Musik, Mode, Theater, Film wie Balsam wirken können, wenn’s in der Gesellschaft und privat nicht läuft. 2012: Verweilen in Pinakothek und Museumsinsel, sich versenken in die Klänge von Staatsoper und Philharmonie. Selbst kreativ sein in der Kleidung. Und sich entführen lassen in andere Welten, in Theater, Pantomime, Film. Apropos Emmerich und Film. Berlin und München sehen viele Premieren. Zwei stachen noch einmal hervor. Keine leichte Kost, doch absolut genial: Emmerichs ‚Anonymous‘ über den ‚wahren‘ Shakespeare. David Cronenbergs ‚Dunkle Begierde‘ über C.G.Jung und Sigmund Freud. Vielleicht Vorboten eines neuen Tiefgangs. Nicht das Schlechteste für 2012.
Blicken wir doch lieber optimistisch in die Zukunft, trotz Griechenland-Fall, trotz moderner Ungewissheiten. Erst recht die Metropolenbewohner Bayerns und Preußens wissen auch solche Phasen kreativ umzusetzen. Da assoziiert ein Tom Ford mit seiner Mode, präsentiert für Herren in Berlin und für Damen in München, genial die unruhige Zeit der frühen 1930er. Anzüge und Kostüme wie elegante Wappnung gegen jede Wirrung. Atemberaubend! Doch Geschichte wiederholt sich nicht. Daher plädiere ich für die Inspiration durch Krise, nicht für die Krise selbst. Also nur positive Prognosen: Unsere großen Städte werden 2012 neue Höhepunkte erleben. Auch weil Kunst, Musik, Mode, Theater, Film wie Balsam wirken können, wenn’s in der Gesellschaft und privat nicht läuft. 2012: Verweilen in Pinakothek und Museumsinsel, sich versenken in die Klänge von Staatsoper und Philharmonie. Selbst kreativ sein in der Kleidung. Und sich entführen lassen in andere Welten, in Theater, Pantomime, Film. Apropos Emmerich und Film. Berlin und München sehen viele Premieren. Zwei stachen noch einmal hervor. Keine leichte Kost, doch absolut genial: Emmerichs ‚Anonymous‘ über den ‚wahren‘ Shakespeare. David Cronenbergs ‚Dunkle Begierde‘ über C.G.Jung und Sigmund Freud. Vielleicht Vorboten eines neuen Tiefgangs. Nicht das Schlechteste für 2012.
